01  02  03  04  05  06  07 

Im 2. Gang, 2018

                               

Gutspark Karwe


Ausstellungsprojekt 2018 - 2020

Ausstellungen


Gruppenausstellung zum Brandenburger Kunstpreis 2021 im Schloss Neuhardenberg 9.5. bis 22.8.2021

Erstmals ausgestellt in der Gruppenausstellung »Wildnis, Gelände, Natur«
mit Arbeiten von Ursula Böhmer, Ingar Krauss und Werner Mahler.
Vom 27.3. bis 30.5.2021 in der Galerie Amalienpark|Raum für Kunst in Berlin-Pankow.

Pressestimmen


Christina Tilmann »Bilder vom Werden und Vergehen - Fotografien aus Berlin und Brandenburg im Raum für Kunst Amalienpark« am 7.April 2021 in der Märkischen Oderzeitung



»Unſer Weg führt uns heute nach Carwe. Es liegt am Oſtufer des Ruppiner See’s
und ein Wuſtrauer Fiſcher fährt uns in einer halben Stunde hinü̈ber.
Die Oſtufer des See’s, wenigſtens an ſeiner ſüdlichen Hälfte, ſind reich bewaldet und von maleriſcher, faſt romantiſcher Wirkung. … Wir ſpringen an’s Ufer und befinden uns in dem Park von Carwe. Er iſt ziemlich groß, mit vielem Geſchmack und in einem einfach noblen Stiel angelegt , — das Ganze vorwiegend eine Schöpfung unſeres ,Junkers vom Regiment von Kalkſtein’ des am 12. Januar 1848 verſtorbenen Feldmarſchalls von dem Kneſebeck.“
So schrieb Theodor Fontane im Band »Grafschaft Ruppin« seiner »Wanderungen durch die Mark Brandenburg.«

Den Gutspark entdeckte ich zunächst bei der Lektüre von Fontanes Text, bei meinen Arbeiten an der Ausstellung Brandenburger Notizen. Wenig später begegnete ich Krafft von dem Knesebeck, der eine Initiative zu Sanierung des Parkes in Leben gerufen hatte. Er sagte damals, in ein bis zwei Jahren könne ich den Park wieder in geordneten Zustand fotografieren, er sei über die Jahre völlig verwildert. Das reizte mich so sehr, dass ich sofort anfing den Park zu besuchen und darin zu fotografieren, um die geplanten Veränderungen über die Jahre festzuhalten. Der Landschaftspark trägt die Handschrift Peter Joseph Lennés, auch wenn seine direkte Mitwirkung an der Gestaltung des Parks nicht zu belegen ist. Dieser schmiegt sich ans hügelige, südöstliche Ufer des Ruppiner Sees und entlang zweier Ackerflächen. Zwei „Gänge” zwischen den Äckern, im Sommer 2018 noch zugewachsen, sind wieder begehbar gemacht worden. In beiden „Gängen” wurden historische Steinbänke entdeckt, von denen aus Blicke zum Ruppiner See und nach Karwe möglich sind. Die Sichtachse zum See wurde wieder freigelegt. Auf dem »Kirschberg«, mitten im Park, befand sich früher ein Hain mit Obstbäumen, der zuletzt vollkommen verwildert war. 2019 wurde dort eine große Fläche gerodet und ein neuer Obstgarten angelegt.
Ein Parkverein mit freiwilligen Helfern kümmert sich in regelmäßigen Arbeitseinsätzen um die Pflege des Parks. Das gibt mir die Gelegenheit, dem Park nicht nur mit meiner Plattenkamera zu begegnen, sondern auch mit Gartenschere und Säge.